Pädagogische Ziele und Schwerpunkte
Leitfaden nach Montessori
Unser Grundsatz ist es, die Kinder zu selbstständigen, teamfähigen Menschen zu erziehen, die liebevoll und hilfsbereit miteinander umgehen.
Die Leitsätze der Montessori-Pädagogik dienen uns hierbei als Basis unserer Arbeit mit den Kindern. Hiernach bestimmen die Kindern bedingt durch ihre individuelle Entwicklung selbst, zu welchem Zeitpunkt sie lern- und aufnahmefähig sind für weitere Entwicklungsfortschritte und Lernphasen. Der/die Erzieher bzw. Kindertagespflegepersonen sollten daher fortlaufend entsprechende Angebote, die sämtliche Sinne der Kinder ansprechen, verfügbar halten und Anleitung und Unterstützung bei der Umsetzung durch die Kinder bieten.
Wir bieten den Kindern vielfältige altersgerechte und sinnesanregende Spiele und leisten lediglich Hilfestellung bei der Durchführung und Umsetzung, um die Kinder über ihr Erfolgserlebnis zum nächsten Schritt zu ermutigen. Der Leitspruch unserer täglichen Arbeit lautet:
„Hilf mir, es selbst zu tun“
Ein Schwerpunkt in unserem pädagogischen Handeln ist die bedürfnisorientierte Erziehung der Kinder, das bedeutet, die emotionalen, sozialen und physischen Bedürfnisse der uns anvertrauten Kinder werden ernst genommen, verstanden und einfühlsam beantwortet, um eine sichere Bindung an die Tagespflegeperson sowie eine gesunde Entwicklung des Kindes zu unterstützen.
Partizipation, also die Beteiligung und Mitbestimmung von Kindern im Tagesablauf ist ein zentrales Element unseres Handelns. Wir lassen die Kinder entscheiden, mit welchen Spielmaterialien sie sich beschäftigen möchten, was sie essen möchten, ob sie an gemeinsamen Spielen oder Singkreisen teilnehmen möchten oder nicht, usw.. Oberste Priorität hat hierbei selbstverständlich die Vermeidung und Abwendung von Gefahren für die Kinder sowie eine altersgerechte umfassende Versorgung in allen Bereichen.
Spielangebote und Umsetzung der pädagogischen Ziele
Durch die Zusammensetzung der Gruppen in Groß- und Einzeltagespflegestellen, die Kinder im Alter von 8 Monaten mit Kindern, die vor dem Eintritt in den Kindergarten (ca. 3 Jahre) stehen, vereint, ist das Zuschauen und Lernen der kleineren von den größeren Kindern ein natürlicher Prozess, der sich auch in jeder Familie mit mehreren Kindern abspielt. Wichtig ist es, die positiven Seiten dieses Prozesses zu erkennen und zu fördern. Die Spielangebote für die ganz jungen Kinder, die schwerpunktmäßig die Sinne Riechen, Schmecken und Tasten betreffen, sowie die Feinmotorik fördern, erregen auch immer wieder die Aufmerksamkeit der älteren Kinder, die mit ihrer ausgeprägteren Technik des Bespielens wiederum als Vorbild für die Jüngeren dienen.
Die Spiele der älteren Kinder, die bereits gegenständlicher und Alltagssituationen wiedergebend sind wie beispielsweise das Spiel mit Autos, Parkgarage, Eisenbahn, Puppen, usw. dienen als Anregung und Vorbild für die Jüngeren. Die betreuenden Personen integrieren sich als Impulsgeber in die Spielsituationen und leisten Hilfestellung, wenn es notwendig ist. Das gegenseitige Helfen und Zeigen unter den Kindern spielt auch eine große Rolle im Gruppenkontext und wird stetig angeregt. Über das Spielen hinaus fördern wir die Unterstützung der jüngeren Kinder durch die älteren Kinder, zum Beispiel auch beim An- und Ausziehen von Jacken und Schuhen und bei anderen Alltagssituationen. So erleben wir schon nach kurzer Zeit in den Gruppen Hilfsbereitschaft und Teamgeist.
Das Spiel im Freien nimmt einen großen Stellenwert in unserer täglichen Arbeit mit den Kindern ein. Im eigenen Außengelände verbringen die Kinder wetterunabhängig sowohl am Vormittag, als auch teilweise nach der Mittagsruhe, viel Zeit. Auch hier wird sowohl das freie Spiel in der Natur, als auch das Spielen mit altersgerechten Spielgeräten wie Bobbycars, Sandspielzeug, Schaukeln und Klettergerüsten angeregt.
Bildung in der Großtagespflege
Durch die beschriebenen altersgerechten Spielangebote in allen Bereichen der frühkindlichen Bildung wird die individuelle Bildung des einzelnen Kindes bewusst wahrgenommen und gefördert. Auch das Lernen voneinander durch die altersübergreifende Zusammensetzung der Gruppen hat großen Einfluss auf die Kinder. Unterstützt wird dieser Prozess durch eine Vielzahl von Büchern für jedes Alter sowie durch Kreativangebote, die behutsam das Interesse und die individuellen Stärken der Kinder ansprechen.
Schutzauftrag Kindeswohlgefährdung/Kinderschutzkonzept
Unser Leitbild lautet:
Wir schaffen einen sicheren, liebevollen und fördernden Raum für alle Kinder, die sich in unseren Einrichtungen befinden, in dem sie sich frei entfalten und entwickeln können. Unser Ziel ist es, die frühkindliche Entwicklung zu unterstützen und die Kinder in ihrer individuellen Persönlichkeit zu stärken. Das Wohlergehen der uns anvertrauten Kinder ist unser elementares Anliegen. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Prävention und Früherkennung von Kindeswohlgefährdung und Gewalt in jeglicher Form gegen die Kinder gelegt. Daher verfügt „KinderReich“ über ein für alle Mitarbeiter bindendes Kinderschutzkonzept, um die zentrale Aufgabe, das Wohl der Kinder in unserer Einrichtung, sicherzustellen. Darüberhinaus dient ein Verhaltenskodex für alle Mitarbeiter und Praktikanten als Orientierungsrahmen. Er soll einen grenzachtenden und respektvollen Umgang mit den uns anvertrauten Kindern sicherstellen, sodass die Bedürfnisse und Rechte der Kinder jederzeit gewahrt werden.